22.01.2026 / Das Leben im Pflegeheim wird in Baden-Württemberg immer mehr zur finanziellen Zerreißprobe. Wer im Südwesten auf stationäre Pflege angewiesen ist, muss seit Beginn dieses Jahres tief in die Tasche greifen: Im Schnitt werden monatlich 3.532 Euro fällig. Das sind fast 300 Euro mehr als noch vor einem Jahr, wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf vorliegende Daten berichtet.
Damit liegt Baden-Württemberg deutlich über dem bundesweiten Schnitt und gehört zu den teuersten Pflastern Deutschlands – nur in Bremen, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen zahlen Sie noch mehr.
Doch warum ist das so teuer? Die Pflegeversicherung übernimmt nämlich nur einen Teil der Kosten. Den Rest zahlen Sie selbst: Für die Unterkunft, die Verpflegung und sogar für Investitionen des Heims sowie Ausbildungsumlagen. Zwar gibt es Entlastungszuschläge, die mit der Dauer des Aufenthalts steigen – von fünfzehn Prozent Rabatt im ersten Jahr bis zu 75 Prozent ab dem vierten Jahr.
Trotzdem bleibt die Belastung enorm. Selbst Langzeitbewohner müssen im Schnitt noch weit über zweitausend Euro monatlich aus eigener Tasche beisteuern.
Während man in Sachsen-Anhalt oder Niedersachsen deutlich günstiger wegkommt, verdeutlichen die aktuellen Daten der Ersatzkassen: Im Südwesten bleibt die Pflege ein teures Gut, das viele Ersparnisse im Rekordtempo aufzehrt.
