Kehrtwende bei Corona-Hilfen: Land plant Erstattungen

21.01.2026 / Gute Nachrichten für Zehntausende Kleinbetriebe und Solo-Selbstständige im Land: Im jahrelangen Streit um die Rückzahlung von Corona-Soforthilfen zieht das Wirtschaftsministerium nun die Notbremse. Nach einer herben Schlappe vor dem Verwaltungsgerichtshof will Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut einen Schlussstrich ziehen. Ihr Plan: Wer Hilfen auf Basis der ersten Richtlinie von März 2020 erhalten hat, soll diese behalten dürfen.

Das Beste daran für betroffene Unternehmer: Wer bereits Geld zähneknirschend an das Land zurückgezahlt hat, soll dieses nun zurückerstattet bekommen. Es geht um eine gewaltige Summe. Allein in über 62.000 Fällen fordert das Land bisher rund 437 Millionen Euro zurück – Geld, das nun doch in der Kasse der Betriebe bleiben oder dorthin zurückfließen könnte.

Die Ministerin betont, man wolle so verlorenes Vertrauen wiederherstellen und Rechtssicherheit schaffen. Das Ziel ist sportlich: Die Abwicklung soll noch vor der Landtagswahl am 8. März über die Bühne gehen. Während die Gespräche mit dem Finanzministerium über die Finanzierung laufen, ist das Signal an die Wirtschaft klar: Der Staat steht zu seinem Wort aus der Krisenzeit. Für viele Betriebe im Südwesten bedeutet dieser Vorstoß eine spürbare finanzielle Entlastung in letzter Minute.

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