22.01.2026 / Baden-Württemberg zieht die Zügel bei ausländischen Straftätern deutlich an. Mit dem neuen Pilotprojekt „Migration und Sicherheit“ will die Landesregierung kriminelle Karrieren frühzeitig stoppen und Abschiebungen beschleunigen. Das Besondere: Im Fokus stehen diesmal nicht nur Schwerkriminelle, sondern gezielt Mehrfachtäter, die immer wieder durch kleinere Delikte auffallen.
In Stuttgart, Pforzheim und im Enzkreis startet das Projekt jetzt mit rund 70 Personen. Die Strategie ist ein enger Schulterschluss zwischen Polizei, Justiz und Ausländerbehörden. Durch diesen schnellen Datenaustausch sollen Sanktionen wie Leistungskürzungen oder Betretungsverbote künftig sofort greifen. Das Signal an die Betroffenen ist unmissverständlich: Wer sich nicht an die Regeln hält, wird spürbar kontrolliert und verliert sein Bleiberecht.
Dass dieser konsequente Druck funktioniert, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Stuttgart, wo fast eine komplette, 20-köpfige Großfamilie nach zahlreichen Straftaten das Land verlassen hat. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der abgeschobenen Straftäter im Südwesten bereits um rund 40 Prozent an. Bewährt sich das Pilotprojekt in den Teststädten, soll das Modell bald im ganzen Land Schule machen. Denn das Ziel ist klar: Wer die Sicherheit gefährdet, muss als Erstes gehen.
