Beginnt das neue Jahr mit Warnstreiks im ÖPNV?

27.11.2025 / Für alle, die mit Bus und Bahn unterwegs sind, könnte das neue Jahr turbulent starten: Zum 1. Januar endet bundesweit die Friedenspflicht im kommunalen im Nahverkehr – und das heißt: Warnstreiks sind möglich. Allein in Baden-Württemberg betrifft das rund 6.500 Beschäftigte in sieben großen Städten, darunter Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Heilbronn.

Die Gewerkschaft Verdi verhandelt dort mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband über den Manteltarifvertrag – also über die grundlegenden Arbeitsbedingungen. Verdi fordert unter anderem höhere Nacht-, Sonntags- und Samstagszuschläge, bessere Bezahlung von Überstunden sowie Zulagen, die sich stärker an der jeweiligen Entgeltstufe orientieren.

Der Hintergrund: Laut Verdi liegt der Stundenlohn für Überstunden aktuell unter dem normalen Lohn – Mehrarbeit ist für Arbeitgeber also günstiger als zusätzliches Personal einzustellen. Verdi-Verhandlungsführer Jan Bleckert sagt: „Ein guter ÖPNV braucht gute Arbeitsbedingungen. Sonst läuft uns das Personal weg.“ Faire Zuschläge seien entscheidend, gerade im Schichtdienst.

Ob es schon Anfang Januar zu Streiks kommt, hängt vom Verlauf der Gespräche ab.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert