Razzien bei Sprachschulen: Zertifikate gefälscht?

25.11.2025 / Große Razzia im Südwesten: Die Polizei hat heute zwei Sprachschulen sowie mehrere Wohnungen und Geschäftsräume im Raum Stuttgart, Heilbronn und sogar in Frankfurt durchsucht. Der Verdacht: Ein Netzwerk aus 15 Personen soll Sprachzertifikate manipuliert und sie für viel Geld an Zugewanderte verkauft haben.

Diese Zertifikate braucht man, um einen Aufenthaltstitel zu bekommen oder um sich einbürgern zu lassen – und eigentlich dürfen nur speziell zugelassene Schulen solche Prüfungen durchführen. Die Ermittler gehen davon aus, dass pro gefälschtem Zertifikat bis zu 3.000 Euro kassiert wurden. Insgesamt könnten weit über 100 Fälle zusammengekommen sein.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaften Stuttgart und Heilbronn sowie der Bundespolizei wurden bereits Vermögenswerte im Wert von 72.000 Euro und zusätzlich 152.000 Euro Bargeld sichergestellt. Insgesamt sollen den Tatverdächtigen rund 169.000 Euro entzogen werden.

Laut Ermittlern sollen Vermittler – vor allem aus Balkanstaaten – mit Sprachschulen kooperiert haben. Die Prüfungen wurden dabei regulär in den Schulen geschrieben, danach aber von Tatverdächtigen heimlich korrigiert und mit manipulierten Ergebnissen an ein Prüfungsunternehmen weitergeleitet. So sei ein lukratives Geschäftsmodell entstanden, so die Behörden.

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