19.02.2026 / Die Idylle in den Alpen trügt derzeit gewaltig. In Österreich hat sich die Lage in den Skigebieten dramatisch zugespitzt: Allein in Tirol registrierten die Notrufzentralen mehr als 30 Lawinenabgänge an nur einem einzigen Tag. Die traurige Bilanz dieser Schneemassen sind drei Todesopfer, unter denen sich auch zwei Männer aus Baden-Württemberg befinden.
Einer der Wintersportler, ein 43-Jähriger aus dem Ostalbkreis, wurde im Tiroler Navistal überrascht. Er und sein Begleiter hatten die Gefahr sogar erkannt und wollten bereits umkehren, als sich beim Queren eines Hanges ein Schneebrett löste. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät.
Im Vorarlberger Skigebiet Sonnenkopf ereignete sich ein weiteres Drama: Dort wurde ein 42-jähriger Snowboarder aus dem Landkreis Lörrach vor den Augen seines Sohnes mitgerissen. Trotz der schnellen Alarmierung durch den 15-Jährigen konnten die Retter den Vater erst nach einer Stunde bergen. Das dritte Opfer ist ein 71-jähriger Niederländer, der in Fiss ohne Lawinensuchgerät unterwegs war.
Glück im Unglück hatte dagegen ein Skifahrer in Salzburg, der rechtzeitig aus den Massen befreit werden konnte. Dennoch bleibt die Situation im Westen Österreichs kritisch. In Tirol und Vorarlberg gilt weiterhin die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Wenn Sie dort unterwegs sind, meiden Sie unbedingt ungesichertes Gelände – der Schnee ist aktuell unberechenbar.
