19.02.2026 / Ob der Lippenstift in der Drogerie, das Fahrrad auf dem Campus oder der Geldbeutel im Getümmel: Rein statistisch schlagen Diebe in Baden-Württemberg alle drei Minuten zu. Das klingt erst mal nach viel, doch die gute Nachricht ist: Die Kurve zeigt nach unten.
Wie das Innenministerium mitteilte, sank die Zahl der gemeldeten Diebstähle im letzten Jahr um über acht Prozent auf rund 158.000 Fälle. Damit verzeichneten die Behörden – abseits der ohnehin ruhigen Pandemie-Jahre – den zweitniedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt.
Landesinnenminister Strobl betonte den langfristigen Trend: Pro Woche wird heute über tausendmal weniger gestohlen als noch vor zehn Jahren. Gleichzeitig arbeitet die Polizei so effizient wie lange nicht mehr. Fast 40 Prozent der Fälle werden inzwischen aufgeklärt – ein Rekordwert. Dennoch machen Diebstähle immer noch fast ein Drittel aller Straftaten aus, wobei vor allem Ladendiebe und Fahrraddiebe die Statistik anführen.
Trotz sinkender Fallzahlen bleibt der finanzielle Schaden mit 220 Millionen Euro jedoch enorm. Die Täter gehen heute professioneller vor und konzentrieren sich auf hochwertige Güter. Weil zudem die Preise steigen, ist der Gesamtschaden der zweithöchste der letzten Dekade.
Der Appell der Behörden bleibt daher klar: Achten Sie auf Ihre Wertsachen. Oft ist es die eine günstige Gelegenheit – das offene Autofenster oder das nicht abgeschlossene Rad –, die den Dieben die Arbeit zu leicht macht.
