28.11.2025 / Im Fall der Familientragödie im Landkreis Reutlingen gibt es neue Erkenntnisse: Die Schwester des mutmaßlichen Täters ist laut Polizei mit einem spitzen Gegenstand tödlich verletzt worden. Weitere Details zur Tatwaffe nennen die Ermittler bislang nicht. Die 60-Jährige war am Dienstag von einer Pflegekraft in ihrer Wohnung entdeckt worden.
Der mutmaßliche Täter, ein 63-Jähriger Deutscher, soll außerdem seine Ehefrau, seine beiden erwachsenen Söhne und schließlich sich selbst getötet haben. Sie starben alle durch Schüsse – abgefeuert aus einem Revolver, den der Mann legal besessen hatte. Das Motiv ist weiterhin völlig unklar.
Eine rund 40-köpfige Ermittlungsgruppe versucht jetzt, die Abläufe an insgesamt drei Tatorten in Reutlingen, Pfullingen und St. Johann zu rekonstruieren. Die Ermittlungen gestalten sich umfangreich und könnten Wochen dauern. Auch Angehörige und mögliche Zeugen sollen noch vernommen werden.
Die Polizei betont: Obwohl der Tatverdächtige tot ist, sollen die Hintergründe so weit wie möglich aufgeklärt werden – von der Frage nach dem Motiv bis zur genauen Reihenfolge der Taten.
