Cybercrime: Ermittlungen gegen Jugendlichen

19.01.2026 / Hinter den Kulissen der digitalen Welt stoßen Ermittler in Baden-Württemberg auf erschreckende Gewaltfantasien. Die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe führt derzeit ein Verfahren gegen einen Jugendlichen aus der Region, der Teil eines globalen Sadisten-Netzwerks sein soll. Dem Jungen wird vorgeworfen, ein 13-jähriges Mädchen über Monate hinweg erpresst und mit drastischen Drohungen zur Herausgabe von kinderpornografischem Material gezwungen zu haben.

Doch die Spur führt noch weiter: Der Jugendliche steht zudem im Verdacht, in Bad Herrenalb Schmierereien mit dem Slogan „No Lives Matter“ hinterlassen zu haben. Dieser Schriftzug ist das Markenzeichen einer gefährlichen Online-Community, die weltweit agiert. Ihr Ziel ist radikal: Die Abschaffung aller gesellschaftlichen Standards. In ihren Chats verherrlichen die Mitglieder Gewalt gegen Menschen und Tiere, rufen zu Selbstverletzungen auf und vernetzen sich in der sogenannten „Terrorgram-Szene“.

Landesinnenminister Thomas Strobl warnt bereits seit längerem vor diesen Gruppen. Es geht hier weniger um eine politische Ideologie, als vielmehr um eine tiefe Faszination für Terror und den gesellschaftlichen Zusammenbruch. Da die Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Waffenrecht und Cybercrime noch laufen, halten sich die Behörden zu Details des Wohnorts bedeckt. Eines ist jedoch klar: Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig Wachsamkeit im Netz ist, um Kinder vor den unsichtbaren Gefahren dieser Gewalt-Netzwerke zu schützen.

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