23.01.2026 / Der Blick auf die Balkone im Land verrät: Die Energiewende ist längst in der Nachbarschaft angekommen. Allein im vergangenen Jahr sind in Baden-Württemberg über 59.000 neue Steckersolargeräte ans Netz gegangen. Damit speisen inzwischen mehr als 160.000 dieser Mini-Kraftwerke sauberen Strom direkt in die heimischen Steckdosen.
Interessant dabei: Obwohl die Zahl der Neuinstallationen im Vergleich zum Vorjahr stabil blieb, ist die gewonnene Energie massiv gestiegen. Laut der Landesenergieagentur KEA-BW liegt das vor allem an der effizienteren Technik. Wer heute aufrüstet, nutzt im Schnitt drei statt zwei Module – und das spiegelt sich in einer Leistungssteigerung von satten 20 Prozent wider.
Auch rechtlich hat sich einiges vereinfacht. Zwar bleibt die Rücksprache mit dem Vermieter Pflicht, eine Ablehnung ist jedoch nur noch in seltenen Ausnahmefällen möglich.
Und der Anschluss? Bis zu einer Leistung von 960 Watt genügt seit Ende 2025 der einfache Schuko-Stecker. Die bürokratische Anmeldung beim Netzbetreiber fällt zudem weg; ein kurzer Eintrag im Marktstammdatenregister genügt.
Baden-Württemberg festigt damit seinen zweiten Platz im bundesweiten Solar-Ranking – ein starkes Signal für den Klimaschutz direkt vor der eigenen Balkontür.
