28.11.2025 / Vor dem Europa-League-Spiel des VfB Stuttgart bei den Go Ahead Eagles in Deventer gab’s gestern ordentlich Ärger – und das schon bevor der Ball überhaupt gerollt ist. Die niederländischen Behörden haben mehreren hundert VfB-Fans aus drei Bussen plötzlich ein Betretungsverbot für die Stadt ausgesprochen. Begründung: angeblich aggressives Verhalten am Treffpunkt.
Der VfB sieht das allerdings ganz anders. Vorstandschef Alexander Wehrle war selbst vor Ort – und sagt, er habe keinerlei Auffälligkeiten gesehen. Bei RTL sprach er von einem „völlig unverhältnismäßigen Vorgehen“ und davon, dass Fans sogar mit Schlagstöcken zurück in die Busse gedrängt worden seien. Der Klub hat sofort Beschwerde bei der UEFA eingelegt.
Aus Solidarität traten viele weitere Stuttgarter Fans, die schon in Deventer waren, ebenfalls die Rückreise an. Der Gästeblock blieb entsprechend teilweise leer – organisierte Unterstützung gab’s nicht.
Die Behörden verteidigen ihr Vorgehen. Laut Bürgermeister drohten Sicherheitsstörungen, und der Vereinschef der Go Ahead Eagles sagt: In den Bussen hätten teils Fans ohne Tickets gesessen – und die sollten gar nicht erst ans Stadion. Der VfB fordert jetzt eine lückenlose Aufarbeitung – denn so, sagt Wehrle, gefährde man die europäische Fußballkultur.
