Viel Wind um Nichts: Branche im Südwesten ruft um Hilfe

10.03.2026

Existenzbedrohung für den Südwesten: 22 Unternehmen (darunter Badenova, EWS Schönau und Koehler) warnen in einem „Forderungspapier Wind an Land“ vor einem vollständigen Stillstand des Windkraftausbaus in Baden-Württemberg. In aktuellen Ausschreibungen geht das Land fast leer aus.

Wettbewerbsnachteil Topographie: Projekte im Süden sind teurer als im norddeutschen Flachland. Ursachen sind die anspruchsvolle Geographie, aufwendige Logistik für Erschließungswege und kleinere Parkgrößen (oft nur 1–3 Anlagen).

Kritik am EEG-Mechanismus: Das aktuelle Erneuerbare-Energien-Gesetz gleicht diese Standortnachteile laut Branche nicht ausreichend aus. Das bisherige Bonus-Modell für windschwache Standorte reicht für die realen Zusatzkosten im Mittelgebirge nicht mehr.

Forderung nach Anpassung: Die Unternehmen fordern von der Bundesregierung eine Erhöhung der Ausschreibungsmenge und eine höhere Vergütung, die den „Systemvorteil“ des Südens (Netzstabilität, verbrauchernahe Erzeugung) honoriert.

Das Problem der Strompreiszone: Ein Kernproblem ist die einheitliche deutsche Strompreiszone. Da es keine regionalen Preise gibt, profitieren Erzeuger im Süden nicht von der dortigen Stromknappheit. Ein Wechsel zu mehreren Preiszonen wird zwar diskutiert, bleibt aber politisch blockiert.

Der Beitrag dazu lief im Programm von Radio BW am 10.03.2026 gegen 18:40 Uhr.

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