12.03.2026 / Ein beliebtes Naherholungsgebiet in Mannheim ist Schauplatz eines grausamen Verbrechens geworden. Nach dem Fund einer toten 19-Jährigen am Mittwochmorgen ermittelt die Polizei wegen Mordes. Ein 17-jähriger Tatverdächtiger sitzt bereits in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft führten das Opfer und der syrische Staatsbürger seit über einem Jahr eine Beziehung.
Die Ermittler rekonstruieren derzeit eine schreckliche Tatnacht: Die beiden sollen sich am Dienstagabend getroffen haben und gemeinsam in den Wald gegangen sein. Dort soll der Jugendliche am frühen Morgen auf die junge Frau eingeschlagen und sie anschließend getötet haben.
Hinweise auf ein Sexualdelikt gibt es derzeit nicht, auch das exakte Motiv ist noch unklar. Eine Sonderkommission mit 60 Beamten arbeitet unter Hochdruck daran, die Hintergründe aufzuklären und prüft dabei auch, ob es sich um einen Femizid handelt.
Während Jogger und Spaziergänger am Weiher und dem nahegelegenen Wildgehege wieder ihren Alltag suchen, bittet die Polizei dringend um Mithilfe: Zeugen, die am Dienstagabend oder Mittwochmorgen im Waldgebiet Verdächtiges beobachtet haben, sollen sich melden.
Der Fall reiht sich in eine erschütternde Statistik ein: Allein im vergangenen Jahr wurden in Baden-Württemberg 125 Frauen und Mädchen Opfer von versuchten oder vollendeten Tötungsdelikten – meist durch Partner oder Verwandte.
