26.01.2026 / Schneefälle und Glätte haben in vielen Regionen Baden-Württembergs für Probleme im Verkehr gesorgt. Bis zu 25 Zentimeter Neuschnee und gefährliches Glatteis verwandelten die Straßen vor allem zwischen Stuttgart und Ulm in Rutschbahnen.
Die Bilanz der Polizei am Morgen: „Unfälle über Unfälle“ – allein im Raum Ulm krachte es über 50 Mal, in der Region Reutlingen sogar mehr als 100 Mal. Meist blieb es bei Blechschäden, doch mehrere Menschen wurden leicht verletzt, darunter auch ein Kind.
Besonders kritisch war die Lage auf den Autobahnen. Querstehende Lastwagen blockierten stundenlang wichtige Routen, wie etwa am Weinsberger Kreuz auf der Überleitung der A6 zur A81 oder auf der A8 am Aichelberg. Dort mussten das Technische Hilfswerk und Abschleppdienste die ganze Nacht hindurch feststeckende Fahrzeuge aus den Schneemassen befreien.
Auch im Rems-Murr-Kreis und in der Ostalb meldeten die Präsidien Dutzende Einsätze bei Sachschäden im sechsstelligen Bereich.
Am Flughafen Stuttgart musste die Start- und Landebahn am Sonntagabend zweimal kurz gesperrt werden. Seit Betriebsbeginn um 6 Uhr gab es lediglich ein paar Verspätungen, zudem wurde ein Zubringerflug nach Frankfurt am Main gestrichen, wie eine Airport-Sprecherin erklärte.
Während sich die Lage in Stuttgart über Nacht zwar leicht entspannte, bleibt die Bilanz landesweit heftig: Hunderte Unfälle und Schäden in Millionenhöhe. Auch wenn der Berufsverkehr langsam wieder rollt, ist die Gefahr noch nicht gebannt.
