Protest der Milchbauern in Stuttgart

12.01.2026 / Schweres Gerät in der Stuttgarter Innenstadt: Rund 150 Milchbauern haben heute mit ihren Traktoren vor dem Landwirtschaftsministerium demonstriert. Der Grund für den Protest im Regierungsviertel ist existenzbedrohend. Während Sie im Supermarkt für ein Stück Butter derzeit oft weniger als einen Euro zahlen, blickt die Landwirtschaft in den Abgrund.

Der Milchpreis ist innerhalb weniger Monate regelrecht abgestürzt. Aktuell erhalten die Erzeuger nur noch rund 34 Cent pro Liter – das sind 20 Cent weniger als noch vor kurzem und deckt bei weitem nicht mehr die Produktionskosten.

Ein Überangebot an Milch und fallende Weltmarktpreise setzen die Höfe massiv unter Druck. Agrarminister Peter Hauk steht nun in der Pflicht: Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter fordert ein Krisenmanagement der Politik und finanzielle Unterstützung durch die EU.

Doch die Sorgen gehen über den Milchpreis hinaus. Die Landwirte fürchten durch das neue Mercosur-Freihandelsabkommen eine Welle billiger Importe aus Südamerika. Nach den jüngsten Blockaden vor Discountern wie Lidl in Bad Wimpfen zeigt der heutige Tag: Die Geduld im Stall ist am Ende.

Die Bauern fordern faire Preise für heimische Lebensmittel, damit der Griff ins Kühlregal für Sie nicht dauerhaft auf Kosten der regionalen Landwirtschaft geht.

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