27.01.2026 / Wer in Baden-Württemberg auf ein Windrad blickt, soll künftig nicht mehr nur an die Landschaft, sondern auch an das eigene Konto denken. Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir will im Wahlkampf mit einem neuen Konzept punkten: Er möchte, dass Bürger und Kommunen direkt an den Gewinnen der Anlagen beteiligt werden.
In Tübingen erklärte er, dass das Land hier inzwischen deutlich strengere Regeln als der Bund aufstellen darf. Die Ideen reichen von echten Firmenanteilen für Anwohner bis hin zu vergünstigten Stromtarifen für die Nachbarschaft der Windräder.
Damit möchte Özdemir den oft massiven Widerstand gegen neue Projekte brechen, indem die Vorteile für den eigenen Geldbeutel spürbar werden.
Gleichzeitig fordert er eine sogenannte Südquote bei Ausschreibungen. Da der Bau in unserem bergigen Gelände teurer ist als im flachen Norden, haben heimische Anbieter oft das Nachsehen. Eine feste Quote soll nun dafür sorgen, dass die Windkraft im Süden endlich eine echte Chance bekommt und der Ausbau nicht mehr an den Kosten scheitert.
