10.03.2026
Opferzahlen im Südwesten: Insgesamt ertranken im vergangenen Jahr 43 Menschen (5 weniger als im Vorjahr). Damit liegt Baden-Württemberg bundesweit hinter Bayern und NRW auf Rang drei.
Besorgniserregender Trend bei Jüngeren: Die Zahl der Todesfälle bei den 21- bis 30-Jährigen verdoppelte sich von fünf auf zehn Opfer. Auch in der Gruppe der 41- bis 50-Jährigen gab es einen massiven Anstieg (von 1 auf 7).
Risikofaktor Geschlecht: Ertrinken ist überwiegend männlich. 36 der 43 Opfer waren Männer. Als Hauptgründe nennt die DLRG Übermut, Selbstüberschätzung und Alkoholeinfluss.
Gefahrenquellen:
- Flüsse: Hier stieg die Zahl der Toten gegen den Trend deutlich an (22 statt 14 Opfer).
- Seen: 15 Todesfälle (Rückgang im Vergleich zum Vorjahr).
- Unbewachte Stellen: Die meisten Unfälle geschehen dort, wo keine Rettungsschwimmer vor Ort sind.
Mangelnde Schwimmkompetenz: Mehr als jedes zweite Kind kann nach der Grundschule nicht sicher schwimmen. Die DLRG kritisiert das Bädersterben und fordert flächendeckenden Schwimmunterricht, um dieses „unnötige Lebensrisiko“ zu minimieren.
Tücken des Wassers: Auch gute Schwimmer unterschätzen oft Strömungen, Krämpfe durch kaltes Wasser oder die eigene Erschöpfung auf dem Rückweg.
Prävention: Die DLRG rät dringend zum Schwimmen an bewachten Badestellen, dem Mitführen von Signalbojen als Rettungsmittel und dazu, niemals alleine ins Wasser zu gehen.
