16.03.2026
dpa-Umfrage zu den kommunalen Bußgeldeinnahmen in Baden-Württemberg 2025:
- Millioneneinnahmen: Bußgelder sind fester Bestandteil kommunaler Haushalte. Spitzenreiter bleibt Stuttgart(trotz Rückgang unter 17 Mio. €), gefolgt von Mannheim (Anstieg auf 6,6 Mio. €) und Freiburg (ca. 8,9 Mio. €).
- Zweckbindung: Die Einnahmen sind rechtlich nicht zweckgebunden, werden aber oft für Verkehrsberuhigung sowie Rad- und Fußwege reinvestiert.
- Kein „Haushaltsretter“: Der Städtetag betont, dass Blitzer keine strukturellen Finanzlücken schließen können. Vorrangiges Ziel bleibe die Unfallprävention an Gefahrenstellen (Schulen, Kindergärten).
- Lerneffekt bei Autofahrern: In Freiburg sanken die Einnahmen an stationären Blitzern, da die Standorte inzwischen allgemein bekannt sind.
- Investition in mobile Technik: Städte wie Mannheim und Karlsruhe rüsten bei mobilen Anhängern (Enforcement-Trailer) auf, um flexibler auf Bürgerbeschwerden über Raser reagieren zu können.
- Kosten und Vandalismus: Personal, Wartung und häufige Beschädigungen (Besprühen, zerstörte Scheiben) schmälern die Nettoerträge deutlich.
- Strafmaß & Verbot: Bußgelder reichen von 30 € bis zu 800 € (plus Fahrverbot). Blitzer-Apps sind illegal und kosten bei Entdeckung zusätzlich 75 € sowie einen Punkt in Flensburg.
