Kritik von Bosch-Betriebsrat: Wackelt Jobsicherung?

25.11.2025 / Beim Autozulieferer Bosch wächst die Sorge um tausende Jobs. Der Betriebsrat warnt davor, dass die bisherige Jobsicherung wackelt. Bis Ende 2027 sind betriebsbedingte Kündigungen eigentlich ausgeschlossen – doch genau darüber wird aktuell an mehreren Standorten verhandelt. Betriebsratschef Frank Sell sagt, die Beschäftigten hätten „pure Angst“. Bosch halte sich zwar an bestehende Vereinbarungen, verweist aber darauf, dass Kündigungen möglicherweise nicht mehr auszuschließen seien.

Hintergrund ist die massive Krise in der Zuliefersparte. Bosch will allein in Deutschland rund 13.000 Stellen streichen. Insgesamt stehen seit Ende vergangenen Jahres sogar etwa 29.000 Jobs im Konzern zur Disposition. Das Unternehmen spricht von einer weltweiten Kostenlücke von 2,5 Milliarden Euro pro Jahr – und auch andere Bereiche wie Heizungen oder Haushaltsgeräte laufen nicht rund.

Die IG Metall fordert deshalb einen Rettungsschirm für die gesamte Zulieferindustrie. Die Firmen hätten Milliarden in E-Mobilität und autonomes Fahren investiert, jetzt aber gehe ihnen die Luft aus. Wenn es so weitergeht, warnt die Gewerkschaft, drohen bald Kündigungen im großen Stil.

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