Gewaltambulanzen als Anlaufstelle für Opfer

25.08.2025 / Opfer von Gewalt bekommen in Freiburg und drei weiteren Städten Hilfe – auch dann, wenn sie zunächst keine Anzeige erstatten möchten. An der Uniklinik Freiburg werden sichtbare Verletzungen dokumentiert, damit Betroffene später in Ruhe entscheiden können, ob sie juristische Schritte einleiten. Im vergangenen Jahr kamen dort rund zehn Fälle pro Monat zusammen.

Solche sogenannten Gewaltambulanzen gibt es auch in Heidelberg, Ulm und seit Ende 2023 in Stuttgart. Die Einrichtungen sichern Spuren vertraulich – und auf Wunsch können die Dokumentationen später auch für zivilrechtliche Ansprüche genutzt werden. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten, ohne zu erfahren, um welche Patientinnen und Patienten es sich handelt.

Das Land Baden-Württemberg hat die Gewaltambulanzen im vergangenen Jahr mit knapp einer Million Euro unterstützt. Für viele Opfer ist das Angebot ein wichtiger Schritt: Früher mussten sie sofort Anzeige erstatten, wenn Verletzungen gerichtsfest gesichert werden sollten. Heute bleibt ihnen mehr Zeit und Schutz, um über den weiteren Weg zu entscheiden.

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