19.01.2026 / Punktlandung am Flughafen Stuttgart: Früher als erwartet meldet sich der Airport aus der wirtschaftlichen Turbulenzzone zurück. Eigentlich rechnete man erst für das kommende Jahr mit Profiten, doch Flughafenchef Ulrich Heppe verkündete nun überraschend: Die Rückkehr in die Gewinnzone ist bereits für 2025 geschafft. Ein striktes Sparprogramm und eiserne Kostendisziplin haben diesen vorzeitigen Turnaround ermöglicht.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt den Aufwind: Mit 9,6 Millionen Passagieren lockte der Airport eine halbe Million Menschen mehr an als im Vorjahr. Der Umsatz kletterte dadurch auf fast 287 Millionen Euro. Damit lässt der Flughafen die tiefroten Zahlen der Pandemiejahre, in denen die Verluste zeitweise bei fast 100 Millionen Euro lagen, hinter sich.
Doch trotz der aktuellen „schwarzen Null“ bleibt der Flug in Richtung Zukunft wackelig. Für das laufende Jahr 2026 dämpft Heppe die Erwartungen: Die angespannte Wirtschaftslage in Baden-Württemberg drückt auf die Reisebereitschaft. Da sowohl Firmen als auch Privatpersonen sparen, könnten die Passagierzahlen wieder leicht sinken. Heppe schließt nicht aus, dass der Flughafen sogar noch einmal kurzzeitig in die Minuszone rutscht.
Die gute Nachricht für die Belegschaft: Trotz des anhaltenden Sparkurses und eines Einstellungsstopps soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Man wolle weiter Gas geben, um die Profitabilität stabil zu halten. Stuttgart hat die Zone der Verluste zwar verlassen, doch der Weg zurück zum Vor-Corona-Niveau bleibt ein Langstreckenflug mit Gegenwind. (Bild: Stuttgart Airport)
