„Aktenzeichen XY“: Cold Case aus Ulm neu aufgerollt

30.07.2025 / Es ist ein Fall, der bis heute fassungslos macht – und auch nach über 30 Jahren noch nicht gelöst ist: der brutale Mord an Rafael Blumenstock in Ulm.

Der 28-Jährige, ein Klavierlehrer, verbringt den Abend des 4. November 1990 in verschiedenen Kneipen. Er trägt, wie oft, Frauenkleidung – Rafael fühlte sich seit seiner Kindheit im falschen Körper. Auf dem Münsterplatz trifft er schließlich auf zwei bis drei Männer. Es kommt zum Streit – kurze Zeit später ist Rafael tot. 19 Messerstiche, die Nase abgeschnitten, das Gesicht entstellt. Die Polizei spricht von einem „Overkill“ – einer extremen Gewaltanwendung, die weit über das Ziel des Tötens hinausgeht.

Die Täter? Vermutlich aus dem rechten, homophoben Milieu.

Jetzt rollt die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY… Cold Cases den Fall neu auf – mit der Hoffnung, dass sich eine Zeugin meldet, die in jener Nacht im Wohnmobil am Münsterplatz übernachtet und womöglich etwas gesehen hat.

Noch heute erinnert eine Gedenktafel am Tatort an Rafael – gestaltet von seinem Vater.

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