(18.04.2026) Vom Opernsänger zum Stimmungsmacher – gegen den eigenen Willen: Tony Marshalls größter Hit „Schöne Maid“ wäre fast an zwei Flaschen Rotwein gescheitert. In seiner neuen Biografie „Tony, die schöne Maid und ich“ enthüllt sein langjähriger Manager Herbert Nold, mit welch skurrilen Methoden Marshall versuchte, die Aufnahme zu sabotieren.
„So einen Mist singe ich nicht“, soll der Star geschrien haben, bevor er sich im Keller des Studios bewusst betrank. Der Plan: Wer lallt, fliegt raus. Doch Produzent Jack White blieb hart. Das Ergebnis ist Musikgeschichte, denn eine Profi-Stimme wie die von Marshall singt offenbar selbst im Vollrausch noch perfekt.

Herbert Nold, der für Marshall sogar seinen Job bei der Kripo aufgab, blickt auf 44 Jahre Weltrekord-Zusammenarbeit zurück. Auf über 300 Seiten führt er in „Tony, die schöne Maid und ich“ durch die deutsche TV-Geschichte – von Dieter Thomas Heck bis zu Begegnungen mit Helmut Kohl oder Franz Beckenbauer.
Das Buch ist mehr als eine Musik-Biografie – es ist das Protokoll einer ungewöhnlichen Freundschaft, die 1970 bei einem Sportfest begann. Damals drückte Nold die Gage für Marshall übrigens noch eigenhändig von 500 auf 250 Mark. Ein echtes Stück Zeitgeschichte, das jetzt in Rheinmünster Premiere feierte.
Das Vorwort zum Buch schrieb übrigens Tonys Sohn Marc Marshall.
