Quo vadis, Schlager?

(10.04.2026 ) Öffentlich-rechtliche Sender distanzieren sich immer mehr vom Schlager – insbesondere der SWR. Nach „Immer wieder sonntags“ ist nun auch Schluss mit der „Beatrice Egli Show“. Dass bei letzterer der Aufschrei weniger laut ausfiel, mag verschiedene Gründe haben – angefangen von den Formatinhalten bis hin zur Sängerin, die – das ist längst kein Geheimnis mehr – eher steril daherkommt.

Offiziell heißt es vom produzierenden Sender SWR und von der Sängerin: Sie wolle sich anderen Projekten widmen und gehe zudem im Herbst auf Tour. Inoffiziell passt der Wegfall ihrer Sendung allerdings bestens zur neuen Marschrichtung der ARD. Es bleibt das Fazit: Mit Mross und Egli fallen künftig zwei bekannte Formate weg.

Auch bei weiteren Schlagersendungen im deutschen Fernsehen ist der Rotstift angesetzt worden. So flog Anfang des Jahres die „Schlagerhitparade“ mit Christin Stark, der Ehefrau von Matthias Reim, trotz treuer Fangemeinde ersatzlos aus dem Programm. 

Neue Plattformen boomen

Die Sender begründen ihre Entscheidungen mit dem rasanten digitalen Wandel. Das Mediennutzungsverhalten ändere sich, heißt es: Das klassische Fernsehen verliere an Gewicht, während Mediatheken und Streaming-Plattformen boomen.

Doch bedeutet das das Ende einer Ära? Der Musikwissenschaftler Felix Thiesen von der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover gibt Entwarnung. Er sieht den Schlager zumindest insgesamt weiterhin als starkes Genre. Seine Popularität sei weiter ungebrochen, sagt er. 

Schlager muss sich neu erfinden

Und die Zahlen bestätigen das: Fast jeder zweite Deutsche hört nach wie vor leidenschaftlich Schlager. Große Event-Shows mit Namen wie Florian Silbereisen oder Giovanni Zarrella locken weiterhin konstant über vier Millionen Zuschauer vor die Bildschirme.

Dennoch muss sich das Genre neu erfinden. Während Stars wie Vanessa Mai bereits wie Influencer agieren und ihre Fans via Social Media mit in den Urlaub nehmen, wird es vor allem für den Nachwuchs schwerer.

Verantwortung für private Sender

Ohne die festen Auftritte im Fernsehen fehlt die klassische Startrampe. Umso wichtiger sind private Sender, die auf das Format Schlager setzen und auch die zahlreichen Newcomer nicht im Stich lassen – vorausgesetzt, sie liefern Qualität.

Am Ende zählt laut Experten ohnehin nur eines: Authentizität. Wer nahbar und erreichbar bleibt, behält seine Fans – egal, ob auf der großen Bühne oder auf dem Smartphone-Display. (Bild: SWR, Manfred H. Vogel)

One thought on “Quo vadis, Schlager?

  1. Bin Florentina Martina seit genau 2 Wochen und 2 Tagen habe ich ein Instrument mir besorgt Hamonika Accordion ich bringe es mir selber bei ich arbeite zu Juni hin um mit Florian Silbereisen gemeinsam zu Spielen Singen in Tirol in seiner Show heuer 5 und 6 Juni 2026 jeden Tag übe ich mehere Stunden um eingeladen zu werden. Bin auf Facebook, Twitter, Instergram, YouTube.

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