25.03.2026 / Trotz eines massiven Gewinneinbruchs blickt der Karlsruher Energieversorger EnBW auf ein, wie er selbst sagt, „erfolgreiches Geschäftsjahr“ zurück. Der aktuelle Geschäftsbericht zeichnet allerdings ein dramatisches Bild bei den Zahlen: Der Konzernüberschuss stürzte 2025 um satte 75 Prozent ab. Übrig blieben am Ende noch 450 Millionen Euro – im Jahr zuvor waren es noch stolze 1,8 Milliarden.
Doch Konzernchef Georg Stamatelopoulos lässt sich davon nicht beirren. Er wertet das Jahr dennoch als Erfolg, da das Unternehmen wichtige strategische Meilensteine erreicht hat. EnBW steckte im vergangenen Jahr Rekordsummen in den Ausbau erneuerbarer Energien und baute die Infrastruktur massiv um. Der Energieversorger bereitet sich also mit hohem finanziellen Einsatz auf die Zukunft vor.
Dass der Konzern trotz des Gewinnrückgangs wächst, zeigt sich auch beim Personal: Die Zahl der Mitarbeiter stieg innerhalb eines Jahres um mehr als 1.000 auf rund 31.500 Beschäftigte. Für die rund 5,5 Millionen Kunden bedeutet das: Ihr Versorger baut zwar radikal um, bleibt aber ein personelles Schwergewicht im Südwesten. Der Fokus liegt nun klar auf der langfristigen Stabilität durch grüne Energie, auch wenn die Bilanz kurzfristig ordentlich Federn lassen musste.
