Urteil zu Trassenpreisen: Steigen die Bahnpreise?

24.03.2026 / Schlechte Nachrichten für alle, die – auch in Baden-Württemberg – auf die Bahn angewiesen sind: Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur sogenannten Schienenmaut bringt den Regionalverkehr ins Wanken. Bisher waren die Gebühren, die das Land für die Nutzung der Gleise an die Deutsche Bahn zahlt, gedeckelt. Doch diese Preisbremse verstößt laut den Richtern gegen EU-Recht.

Für Landesverkehrsminister Hermann ist das ein finanzieller Albtraum. Er warnte vor einem jährlichen Loch von mindestens 100 Millionen Euro. Wenn der Bund nicht schnell einspringe, drohten massive Streichungen im Fahrplan.

Im schlimmsten Fall müsste, laut Hermann, jeder fünfte Zug abbestellt werden – und das auf Strecken, die für Pendler lebenswichtig sind. Auch teurere Tickets stehen im Raum.

Das Problem: Die Deutsche Bahn hatte gegen die gedeckelten Preise geklagt und Recht bekommen. Nun müssen die Gebühren für die kommenden Jahre völlig neu berechnet werden.

Hermann forderte deshalb zur Verkehrsministerkonferenz am morgigen Mittwoch klare Zusagen aus Berlin. Sein Ziel: Der Bund soll die Infrastruktur grundlegend finanzieren, damit die Trassenpreise für die Länder bezahlbar bleiben. Ohne diese Hilfe steuert der Schienenverkehr im Südwesten auf ein empfindliches Ausdünnen zu.

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