12.03.2026
Status Quo: Versorgungsdichte
- Schlusslicht im Vergleich: Mit 63,7 Hausärzten pro 100.000 Einwohner liegt Baden-Württemberg bundesweit auf dem vorletzten Platz (hinter Westfalen-Lippe).
- Vergleichswert: In Mecklenburg-Vorpommern liegt die Dichte mit 76,8 deutlich höher.
- Aktueller Mangel: Im Südwesten fehlen laut Kassenärztlicher Vereinigung bereits jetzt rund 1.000 Hausärztinnen und Hausärzte.
Demografische Zeitbombe
- Überalterung: 17,7 % der Hausärzte im Land sind bereits über 65 Jahre alt.
- Babyboomer-Effekt: Ein massiver Anstieg der Praxisaufgaben steht durch den bevorstehenden Ruhestand der geburtenstarken Jahrgänge bevor.
Gegenmaßnahmen & Forderungen
- Landarztquote: Jährlich werden 75 Medizinstudienplätze an Bewerber vergeben, die sich verpflichten, später in Mangelgebieten zu arbeiten.
- Strukturreformen: Experten fordern eine bessere Patientensteuerung und einen deutlichen Abbau der Bürokratie.
Regionale Gegensätze
- Stadt-Land-Gefälle: Trotz des allgemeinen Mangels liegen die bundesweiten Spitzenreiter bei der Gesamtarztdichte (inkl. Fachärzten/Psychotherapeuten) in Baden-Württemberg:
- Platz 1: Stadtkreis Heidelberg (434,7 Mediziner pro 100.000 Einw.)
- Platz 2: Freiburg (420,7 Mediziner pro 100.000 Einw.)

