25.02.2026 / Ein massiver Schlag gegen die organisierte Schwarzarbeit hat in dieser Woche sieben Bundesländer gleichzeitig erschüttert. Mit einem Aufgebot von über 220 Einsatzkräften sind der Zoll und die Steuerfahndung gegen ein kriminelles Netzwerk vorgegangen, das vor allem in der Sicherheitsbranche Millionen am Staat vorbeigeschleust haben soll.
Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main wiegt schwer: Sechs Verdächtige im Alter von 24 bis 52 Jahren sollen ein ausgeklügeltes System aus Scheinfirmen und fingierten Rechnungen betrieben haben.
Dieses sogenannte „Kettenbetrug-Modell“ diente dazu, Schwarzgeld in großem Stil zu generieren, um Personal illegal zu entlohnen. Die Ermittler schätzen den entstandenen Schaden bei Steuern und Sozialabgaben auf über 3,1 Millionen Euro. Bei den Durchsuchungen von knapp 20 Wohn- und Geschäftsräumen – mit Schwerpunkten in Karlsruhe und Hamburg – stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial wie Computer und Mobiltelefone sicher.
Ein Hauptbeschuldigter wurde bereits verhaftet. Um die Ansprüche des Staates zu sichern, pfändeten die Behörden zudem Vermögenswerte in Höhe von mehr als 2,7 Millionen Euro. Dieser Einsatz unter der Koordination des Hauptzollamts Schweinfurt verdeutlicht einmal mehr, mit welcher kriminellen Energie illegale Lohnstrukturen heute getarnt werden – und dass der Zoll ihnen bundesweit auf der Spur ist.
