15.02.2026 / Helau und Alaaf? Von wegen. Kurz vor dem großen Finale am Faschingsdienstag erlebt der Stuttgarter Karneval ein Beben, das so gar nichts mit Fröhlichkeit zu tun hat. Die Stadt steht ohne ihre Regenten da: Nicola I. und Prinzessin Sarah-Ann I. haben ihr Ehrenamt hingeschmissen – und das im hohen Bogen und inmitten der Feierlichkeiten.
Fasching toppt Härte im Musikbusiness
Hinter den glitzernden Kulissen der Gesellschaft „Möbelwagen“ tobte offenbar schon länger ein gewaltiger Knatsch. Nach einer Prunksitzung in Degerloch eskalierte die Lage in der Garderobe. Die Vorwürfe von Schlagersängerin Sarah-ANN wiegen schwer: Von Mobbing, Wertschätzung unter dem Gefrierpunkt und offener Missgunst ist die Rede. Sogar die Kostüme für den Nachwuchs habe sie selbst bezahlt, während sie für die Kampagne lukrative Auftritte abgesagt habe, hieß es. Ihr bitteres Fazit: Das Musikbusiness sei hart, aber der Stuttgarter Fasching toppe an Intrigen alles.
Vereinspräsident Thomas Klingenberg hält dagegen und spricht von unüberbrückbaren zwischenmenschlichen Differenzen. Das Vertrauen sei schlicht am Ende. Doch nicht nur bei den „Möbelwagen“ brodelt es; auch bei der Konkurrenz von der „Zigeunerinsel“ fliegen die Fetzen. Wenn am Dienstag der Umzug durch die City rollt, bleibt der Thronwagen also leer. Stuttgart zeigt dieses Jahr unfreiwillig, wie ernst der ohnehin aufgezwungene Spaß am Ende wirklich sein kann. (Foto: Privat)
