10.02.2026 / Trotz eines deutlichen Aufwärtstrends bei den Geschäftszahlen plant der Lichtkonzern ams Osram einen massiven Stellenabbau. Weltweit sollen rund 2.000 Jobs gestrichen werden – und das trifft auch Baden-Württemberg hart.
Besonders im Fokus steht das Werk in Herbrechtingen im Kreis Heidenheim. Von den aktuell 470 Beschäftigten dort wird bis 2029 etwa jeder zweite seinen Arbeitsplatz verlieren – rund 250 Stellen stehen zur Disposition. Geschäftsführer Rainer Barthel spricht von einem erheblichen Einschnitt, sieht darin aber die einzige Chance, den Standort langfristig zu retten. Zwar wird versucht, den Abbau sozialverträglich zu gestalten, betriebsbedingte Kündigungen können zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Der Grund für die Krise im Lampengeschäft: Die klassische Halogen-Autolampe stirbt langsam aus und wird von der LED-Technik verdrängt. Gleichzeitig verlagert der Konzern Teile der Produktion nach Asien, um gegen die günstigere Konkurrenz bestehen zu können. Kurios ist dabei die finanzielle Lage: Der Verlust von ams Osram ist im Vergleich zum Vorjahr auf ein Sechstel geschrumpft – das operative Geschäft läuft also eigentlich besser.
Konzernchef Aldo Kamper nennt den Stellenabbau einen „schmerzhaften, aber notwendigen Schritt“ zur Wettbewerbsfähigkeit. Für die Menschen in Herbrechtingen bleibt die Hoffnung, dass die verbleibenden Arbeitsplätze durch diesen radikalen Sparkurs nun tatsächlich gesichert sind.
