Bonita Grupp kritisiert SPD-Pläne zur Erbschaftssteuer

14.01.2026 / Die Pläne der SPD zur Reform der Erbschaftsteuer sorgen für heftigen Gegenwind aus dem baden-württembergischen Mittelstand. Besonders deutlich hat sich nun Bonita Grupp zu Wort gemeldet. Die 36-Jährige, die Anfang letzten Jahres gemeinsam mit ihrem Bruder die Führung des Textilriesen Trigema von Vater Wolfgang Grupp übernommen hatte, sieht die Zukunft vieler Familienbetriebe in Gefahr.

Im Gespräch mit den beiden Stuttgarter Zeitungen kritisierte die Unternehmerin aus Burladingen, dass zusätzliche Steuern die Planbarkeit von Firmenübernahmen massiv erschweren würden. Das Problem: Das Vermögen im Mittelstand stecke oft nicht auf dem Bankkonto, sondern in Maschinen und Hallen. „Wir können uns von unserer Färbemaschine nichts abknapsen“, so Grupp. Sie befürchtete, dass Nachfolger vor der Steuerlast kapitulierten und Unternehmen letztlich an ausländische Investoren verkaufen müssten.

Die SPD will zwar kleine Firmen bis fünf Millionen Euro entlasten, darüber hinaus aber eine progressive Steuer einführen und bisherige Ausnahmeregeln streichen. Für Grupp ist das ein gefährlicher Kurs, der dem Mittelstand in einer ohnehin schwierigen Zeit Steine in den Weg legt.

Während die Politik auf höhere Einnahmen durch reiche Erben hofft, warnte die Trigema-Chefin vor einem Ausverkauf der deutschen Wirtschaft.

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