Baustelle Bahn: Das erwartet Pendler 2026

05.01.2026 / Bahnreisende in Baden-Württemberg müssen 2026 Nervenstärke beweisen, denn das Schienennetz wird an mehreren Knotenpunkten gleichzeitig modernisiert.

Den Anfang macht der Hauptbahnhof Ulm, der bereits vom 13. bis zum 19. Januar für den Fernverkehr komplett vom Netz geht. Während dieser Zeit leitet die Bahn ICE- und Intercity-Züge großräumig um, während im Regionalverkehr Ersatzbusse zum Einsatz kommen.

Auch im Süden des Landes stehen weitreichende Sperrungen an: Auf der Südbahn zwischen Friedrichshafen und Ravensburg ruht der Zugverkehr vom 6. März bis zum 8. Juni wegen Brückenarbeiten für gut drei Monate.

Besonders tiefgreifend sind die Einschnitte an der Hochrheinbahn, wo ab dem 26. April die wichtige Verbindung zwischen Rheinfelden und Erzingen für die Elektrifizierung voll gesperrt wird. Pendler in dieser Grenzregion müssen sich hier sogar bis weit in das Jahr 2027 auf Schienenersatzverkehr einstellen.

Auch in der Landeshauptstadt bleibt die Lage angespannt. Die S-Bahn-Stammstrecke in Stuttgart wird in den Sommerferien vom 20. Juli bis zum 11. September erneut komplett gesperrt, um die Digitalisierung des Bahnknotens voranzutreiben. In diesem Zeitraum kommt es zusätzlich zu massiven Einschränkungen rund um Bad Cannstatt, Untertürkheim und auf den Fildern.

Parallel dazu müssen Reisende auf der Brenzbahn während der Sommerferien zwischen Heidenheim und Herbrechtingen auf Busse umsteigen, da auch dort eine Eisenbahnbrücke erneuert wird.

Abgerundet wird das Jahr durch Kabelarbeiten auf den Fildern, die sich an mehreren Wochenenden von Januar bis November hinziehen.

Die Deutsche Bahn betont zwar, dass diese Maßnahmen für ein moderneres Netz unumgänglich sind, doch für Sie bedeutet das erst einmal: Planen Sie deutlich mehr Zeit ein und prüfen Sie Ihre Verbindungen unbedingt vorab in der App. 

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